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Leberreinigung und -pflege

Leber
Zu den primären Aufgaben der Leber zählen die Speicherung von Glykogen und Vitaminen, die Produktion und Speicherung von Eiweißstoffen, Galle und damit der Abbau sowie die Ausscheidung von Stoffwechselprodukten, Giften und Medikamenten.

 

Eine weitere essentielle Aufgabe der Leber ist darüber hinaus auch die Gewinnung von Energie und Fetten sowie deren Umwandlung in Speicherfett.

Unsere Leber beeinflusst den gesamten Organismus. Verständlich, dass wir ihr Beachtung schenken sollten, um sie nachhaltig gesund – und damit fit für ihre Aufgaben – zu halten. Die Reinigung und Pflege der Leber ist ein breites (und ebenso breit diskutiertes) Thema innerhalb der Medizin.

Es ist verständlich, dass der Leber als reinigendes und entgiftendes Organ eine zentrale Bedeutung im Organismus zukommt. Umso wichtiger ist es, die Leber zu schonen, sie pfleglich zu behandeln und sie von Zeit zu Zeit aktiv in ihrer Selbstreinigung zu unterstützen.

Die gezielte Reinigung der Leber zielt darauf ab, Schadstoffe, die sich in der Leber angereichert haben, zu konzentrieren und gesammelt/gebunden auszuscheiden. Für die Gesundheit der Leber wird die Einnahme einer Mischung von Bittersalz, Olivenöl, Grapefruitsaft (oder der Saft einer anderen Zitrusfrucht) sowie weiteren Zutaten für den Geschmack empfohlen.  Die weitere Pflege der Leber ist eigentlich denkbarst einfach und lässt sich täglich in den Speiseplan integrieren.

 

Unterstützung der Leber durch die Kraft der Natur

Alkohol, zählt mit zu den größten Herausforderungen der Leber. Vermeiden Sie Ihrer Leber zuliebe das berühmte „Glas zu viel“, fettes Essen, aber auch Arzneimitteleinnahmen, die nicht unbedingt notwendig sind. Integrieren Sie zur Stärkung der Leber Artischocken, Gelbwurz (Curcuma) und Mariendistel-Präparate in Ihren Speiseplan. Auch bekannte Heilpflanzen wie Salbei und Löwenzahn helfen mit ihren wohltuenden Bitterstoffen dabei, die Gesundheit der Leber auf natürliche Weise zu fördern. Diese Zutaten tragen dazu bei, schädliche freie Radikale zu neutralisieren, fördern die Fettverdauung, regen den natürlichen  Gallenfluss an und stärken damit auch die Gesundheit der Leber.

Betrachten wir einige dieser wertvollen, die Leber stärkenden Naturheilmittel etwas genauer -ihre Leber dankt es Ihnen mit allgemeinem Wohlbefinden.

 

Die Artischocke - Bitterstoffe für Ihre Gesundheit

Artischocken sind ein wahres Elixier für Ihre Leber. Sie werden aufgrund ihrer appetitanregenden Wirkung gerne als pikante Vorspeise oder Ingredienz von Salaten gereicht. Der in ihr enthaltene Bitterstoff Cynarin regt den Stoffwechsel von Galle und Leber an und  fördert gleichzeitig die Verdauung.

Die Artischocke ist eine distelartige Pflanze aus der Familie der Korbblüter, die ursprünglich aus dem Mittelmeerraum stammt. Aufgrund ihrer fleischigen Beschaffenheit ist sie besonders frostempfindlich. Anfang des 15. Jahrhunderts galt die Artischocke aufgrund ihrer auffälligen Form und violetten Blüte in ihrer Eigenschaft als Zierpflanze als besonderes Zeichen von Reichtum.

Heute ist die Artischocke – genauer gesagt, ihre fleischigen körbchenförmigen Blütenstände – eine Spezialität der mediterranen Küche.

Die Art der Zubereitung von Artischocken bleibt der eigenen Phantasie überlassen. Zumeist werden Artischocken gebraten oder in Salzwasser mit etwas Zitronensaft gekocht. Auf diese Weise bleibt der feinherbe bis zartbittere Geschmack dieser Spezialität am besten erhalten. Artischockenböden kann man auch einlegen und damit für spätere Zubereitungen in der Küche konservieren. Dadurch steht die Artischocke auch außerhalb ihrer Saison auf dem Speiseplan.

Vinaigrette – Essig, Öl, Knoblauch und Gewürze – unterstreichen den Eigengeschmack dieser schmackhaften Pflanze besonders gut. Mit ihrem großen Wert für die Leber wurde die Artischocke nicht umsonst bereits 2003 zur „Arzneipflanze“ des Jahres gewählt.

 

Regeneration der Leber durch Mariendistel

Auch Mariendistel fördert die Gesundheit der Leber. Sie zählt aus botanischer Sicht zur Familie der Korbblütler und wird aufgrund ihrer wirksamen Inhaltsstoffe bereits seit langem als Heilpflanze geschätzt. Die Leber stärkende Heilpflanze wurde bereits im Mittelalter in Klostergärten kultiviert und zu medizinischen Zwecken genützt. Ihre Heimat hat die Mariendistel ursprünglich im mediterranen Raum, mittlerweile ist sie aber auch auf anderen Kontinenten zu finden.

Hauptwirkstoff der Mariendistel bildet Silymarin, darüber hinaus ist die Mariendistel reich an wertvollen Flavonoiden. Sie besitzt verschiedene, wertvolle Wirkungen, die Leber und Galle bedeutsam unterstützen. Mit ihrer antitoxischen Wirkung unterstützt Mariendistel die Zellen der Leber vor Zellgiften, ihre regenerative Wirkung ist besonders wertvoll für die Erholung der Leber. Durch ihre antioxidativen Wirstoffe fungiert die Mariendistel darüber hinaus als perfekter Radikalfänger. Sie fördert die Produktion von Galle und damit die normale Fettverdauung.

 

Aktivierung der Leber durch Curcuma

Zu guter letzt sei zur Stärkung der Leber noch Curcuma bzw Gelbwurz erwähnt, welches mit seiner charakteristisch gelben Farbe ursprünglich als Basis-Bestandteil des Currypulvers weltbekannt wurde. Curcuma enthält als wirksamen Bestandteil Kurkumin, dem eine entzündungshemmende und antioxidative Wirkung nachgesagt wird. Damit schützt Curcuma vor den Angriffen durch schädliche freie Radikale. Die gelbe Wurzel aktiviert den Gallenfluss, hilft der Leber bei der Regeneration und unterstützt damit die Fettverdauung auf natürliche Weise.

 

Natürliche Reinigung von innen heraus

Für die Aktivierung der Leber sowie auch andere für die Ausscheidungen zuständigen Organe Niere, Darm und Blase sind gezielte Entschlackung und Entgiftung essentielle Themen. Beide Maßnahmen dienen dazu, Schadstoffe, (Umwelt-) Gifte und Stoffwechselrückstände, die sich aufgrund nicht optimal arbeitender Organe im Körper angesammelt haben, auf natürliche Weise zu entfernen - also über Leber, Niere, Darm und Blase wieder auszuscheiden.

Ziel der Entschlackung und Entgiftung ist es, die  Leber- sowie auch die anderen für die Ausscheidung zuständigen Organe Niere, Darm, Blase und die Haut - gezielt zu aktivieren. Am besten gelingt das durch Schwitzkuren, Rohkost, Abführmittel, Blutreinigungsmittel, Trinkkuren oder auch Heilfasten. Dabei darf auf eines nie vergessen werden: Entschlacken und Entgiften dient der inneren Reinigung - diese Maßnahmen haben nicht zum Ziel, abzunehmen!

Um den Körper wieder in Schwung zu bringen, ihn zu entschlacken, zu entgiften und Leber, Nieren und Darm  zu entlasten, ist es zudem äußerst ratsam, ab und zu einen Fastentag einzulegen.

Denken Sie zudem daran: Fasten bedeutet nicht Hungern und Verzicht sondern Kraft schöpfen aus den eigenen Reserven. Eine einfache und zugleich köstliche Form des Fastens ist das Saftfasten. Säfte enthalten kein Eiweiß, kein Fett und keine Ballaststoffe, dafür aber natürlichen Trauben- und Fruchtzucker, Vitamine und Mineralstoffe wie zum Beispiel reichlich Kalium für die Entwässerung.

 

Einige Tipps:

  • Täglich rund 3 Liter Flüssigkeit trinken - am besten Wasser und Kräutertee.
  • Setzen Sie Ihrer Leber sowie Ihrem ganzen Organismus zuliebe frisches, junges Gemüse, Spinat oder Salat aus zarten Löwenzahnblättern, Sauerampfer, Bärlauch und junge Brennnessel etc. auf Ihren Speiseplan.
  • Nicht nur Leber, Darm und Nieren benötigen Entschlackung, auch Ihre Haut braucht Erfrischung und Regeneration. Natürliche Gesichtsmasken reinigen die Haut und  fördern die Durchblutung des Gewebes.
  • Verschiedene Wasseranwendungen, Wechselduschen und Saunagänge bringen den Kreislauf in Schwung.
  • Mit Bewegung und Entspannungsübungen, etwas Yoga und richtigem Atmen befreien Sie den Körper, stärken Ihren Organismus und geben ihm neue Lebensfreude.
  • Weniger ist mehr - das gilt auch für die Zubereitung der Speisen. Verzichten Sie auf langes Garen und starkes Würzen. Entdecken Sie die Vorzüge der Rohkost und lernen Sie beim Entschlacken und Entgiften, wie gut die Natur ganz von selbst schmecken kann!

 

Sag´s, FREI VON DER LEBER weg...

Zum Abschluss wollen wir noch eine typische Redewendung  rund um die Leber näher beleuchten: „etwas frei/frisch von der Leber weg sagen“. Aber was bedeutet dieser Satz genau? Und vor allem: Woher stammt diese Redewendung, die sehr konkret auf eines unserer wichtigsten Organe Bezug nimmt?

„Was denkst du? Sag es mir frei von der Leber weg.“ Die Aufforderung, etwas ganz offen und ehrlich auszusprechen ist jedermann geläufig. Aber im Gegensatz zu Redewendungen wie „kein Blatt vor den Mund nehmen“, „das Herz auf der Zunge tragen“ oder „wie ein Wasserfall reden“ ist die Bedeutung der Leber in dieser Phrase nicht eindeutig bildlich besetzt.

Tatsächlich lässt sich die Bedeutung aus dem medizinischen Bereich ableiten. Denn früher galt die Vorstellung, dass die Leber der Sitz der Gefühle und Empfindungen sei. Unbehagen wurde demnach auch mit „etwas frisst an der Leber“ beschrieben. Was liegt also näher, die Wahrheit geradeheraus „frei von der Leber weg“ auszusprechen?

Die Redensart meint also eigentlich: Durch freimütiges Reden die Leber von dem angehäuften Groll und der gespeicherten Galle zu befreien. Diese Redensart hat auch in zahlreiche literarische Werke wie „Minna von Barnhelm“ von Lessing oder die „Räuber“ von Schiller Eingang gefunden:

„Wer in der Liebe lebt, der kann 'frei von der Leber weg' , ohne Scheu reden und sich ausdrücken.“